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Rezensionen
"
REZENSION
 
Angelika Pauly
 
Henry, der sanfte Irre
Geschichten aus der Psychiatrie
 
Hierreth Verlag 2009
ISBN:978-3-941455-06-1
 
Eigentlich ist Henry, Angelika Paulys jüngster Protagonist, ein beneidenswerter, glücklicher Mensch. Er lebt zwar in der Psychiatrie, weil die Menschen ihn für leicht verrückt halten, genießt hier aber alle Freiheiten, die er braucht, um seine Ideen auszuspinnen. So nimmt er sich Freigang, wann immer er will, geht einkaufen, unterhält sich mit den Menschen „draußen“ und kehrt dann zufrieden wieder in sein Zimmer zurück, bestens  betreut von Pflegern, Schwestern und Psychoärzten. Er sieht Dinge, die andere nicht sehen, wie zum Beispiel die Spinnen in seinem Kopf, er kann Buchstaben in Musik umsetzen und sie auf dem Keyboard spielen oder sich selbst in Eis verwandeln. Als er sich aber den Zugang zur  „fünften Dimension“ verschaffen will, trifft er unerwartet auf einen Konkurrenten, Herrn I., einen alten Bekannten aus Angelika Pauly früheren Büchern.  Die „fünfte Dimension“ bleibt weiter unerreicht, Herrn I., ergeht es nicht anders als Henry, er wird mit Antipsychiotika ruhig gestellt, während einem anderen Genie, Julius, der Durchbruch  zum Nobelpreis gelingt.  
Henry, von Beruf Steinschlepper und keineswegs vorgebildet, ist aber nicht nur ein grandioser Erfinder, er überrascht auch auf anderen Gebieten immer wieder, so mit den Gedanken, die er sich über den Zeitbegriff macht. Denn auf die Frage des Arztes, was Zeit für ihn bedeute, antwortet er sehr vernünftig:
 
„Sie gibt mir alles. Geborgenheit, weil sie stetig und immer da ist.
Zuversicht, weil alles Schlechte und Böse mit ihrem Lauf verschwindet.
Hoffnung, weil sie vorwärts geht…“
 
Eines Tages verlässt Henry heimlich die Psychiatrie und wird auf irgendeine Weise „draußen“ in der Welt ein reicher und berühmter Geschäftsmann, doch nur so lange, bis er wieder beginnt, Dinge zu sehen, die andere nicht sehen. Und alles beginnt nochmals von vorne.
 
Angelika Pauly besitzt ein unerschöpfliches Füllhorn an Phantasie, jede ihrer köstlichen und einfallsreichen Geschichten macht Neugier auf die nächste, bis sich am Ende wie beim Puzzlespiel das Bild ihres jeweiligen Helden ergibt. So lernte man erst Herrn I., dann Julius, das Genie, und in diesem Buch Henry, den sanften Irren kennen und lieben. Ob Henry nun wirklich verrückt oder ein Genie besonderer Art ist, muss der Leser selbst entscheiden, und um die richtige Antwort zu finden, wird er dieses auf seine Art äußerst amüsante Buch sicher öfters zur Hand nehmen. Es lohnt sich!
 
Christine Michelfeit
 

 



Rezension 

"Henry, der sanfte Irre"

 
5.0 von 5 Sternen Genial oder verrückt?
Von  R. Dombach  (Kassel)
Wie irre ist Henry eigentlich? Und braucht er tatsächlich die Unmengen an Psychopharmaka, die ihm in der Klinik mit (un-)schöner Regelmäßigkeit verabreicht werden?
Diese Frage stellt sich dem Leser von Angelika Paulys Buch nicht nur einmal.
In ihren Geschichten über Henry eröffnet sie uns, mal witzig, skurril, surreal, dann wieder anrührend, die Gedankenwelt eines liebenswerten Sonderlings, seine Fantasien, Beobachtungen und Entdeckungen.
Dabei werden letztere durchaus anerkannt und sogar mit dem Nobelpreis belohnt, doch nicht Henry, sondern der Physiker Julius, der zur selben Zeit dieselben Überlegungen anstellt wie der Psychiatriepatient, erntet für die genialen Erkenntnisse Ruhm und Ehre. Henry dagegen bekommt eine Beruhigungsspritze.
Ich habe Angelika Paulys Buch mit Genuss gelesen und ihren Protagonisten sofort ins Herz geschlossen.
Vielleicht ist Henry ja verrückt und es gibt weder Zeitmoleküle noch wurzelbeinige Grünlinge, aber auf jeden Fall sind er und seine Geschichten eines nicht: Normal im Sinne von alltäglich, gewöhnlich und langweilig. 




Rezension

von Frau Dr. Dr. Christine Michelfeit
Präsidentin der Gesellschaft der Lyrikfreunde, Innsbruck

Angelika Pauly

Es geht ein leiser Traum

durch meinen Sinn…

Gedichte

Hierreth Verlag 2008

ISBN 978-3-941455-01-6

 

Angelika Pauly überrascht nach ihren Kinderbüchern und phantastischen Geschichten mit diesem Gedichtband, der hineinführt in ihr ureigenstes Reich, das Reich ihrer Träume.

Behutsam öffnet sie Tor für Tor, lässt den Leser eintreten und teilhaben an ihrem Glück, ihrer Sehnsucht, aber auch an ihren Ängsten. Über allen aber steht die Liebe, die für sie überall und allgegenwärtig ist.

Was ist Liebe….

Die Blüte, die sich im Morgenlicht

der Sonne öffnet…

das ist Liebe

Der Wind, der über die Gräser

streicht

und sie niederbeugt…

das ist Liebe

Die Sprache der Autorin ist leise und verhalten, kein zu lautes Wort, dafür jedes mit Bedacht ausgewählt. Mit ihnen zeichnet sie wunderbare Naturbilder, in denen die Liebe eingebettet ist, gleichsam „wie ein Mondlicht/, das dem Verirrten leuchtet."

Doch unser Leben wird nicht nur von Liebe begleitet, auch die Zeit, die uns zugemessen ist, hat ihre eigene Bedeutung:

Stunden…

von Seufzern zerschnitten

laufen aus

bis an den Anfang

meiner Zeit

-vorsichtig aufgewischt-

am Wattebausch

funkelnd

bleiben die Minuten kleben

Angelika Paulys Lyrik ist im Grunde ungereimt, in einem eigenen Kapitel unter dem Titel" Gereimtes" stellt sie aber andere Gedichte vor, in denen sie den Reim dazu verwendet, die Gegenwart ironisch aufs Korn zu nehmen. Heitere Verse, wie jene über ständig angedrohten Klimawandel: „wird aus Europa Afrika/ ist der Klimawandel da", oder über die Computerliebe zwischen "Bit und Byte."

Und zum Abschluss kehrt sie noch einmal in ihr Traumland zurück, bittet einen Traum, ihr das Glück und die Liebe aus dem Wolkenreich zu holen, aber der Traum kehrt ohne Liebe zurück, kann nur das kleine Glück, die Freundschaft anbieten - doch aus vielen kleinen Glücken wird am Ende doch das große Glück

Mit dieser Erkenntnis entlässt die Autorin den Leser und schließt mit einem Schmunzeln das letzte Tor.

Dr. Dr. Christine Michelfeit

Rezension

 

Angelika Pauly

 

Das unerbittliche Haus

Hecklinghauser Straße 201

 

Hierreth Verlag, Janine Hierreth

Goldbach

ISBN 978-3-941455-23-8

 

Das coverfoto- ein offensichtlich zerbombtes Haus- lässt auf eine Erzählung über das Schicksal dieses Hauses und seiner Bewohner schließen, aber das würde Angelika Pauly nicht genügen...

Es wird zum Ausgangspunkt von phantastischen Geschichten, die sich hier abspielen und die die Realität so lange auf den Kopf stellen, bis das Haus für immer aus der Welt verschwindet.  Aber vorher kennt es keine Gnade, es spielt mit den Menschen, so wie es ihm gerade passt.

 

Das Haus, unerbittlich

die Pein unausweichlich

 

Geh nicht hinein

wirst es bereuen

 

Die Tür unverschlossen

auch das Dach ist offen

 

Doch lass dich nicht rufen

verlasse die Stufen

 

Kehr um und flieh

Glück gibt’s hier nie

 

Bis zum dritten Stockwerk scheint es ein ganz normales Haus zu sein, mit Geschäften und Mietern und einem Hausmeister, der den ganzen Tag mit Fegen beschäftigt ist, aber ab dem dritten Stockwerk wird es unheimlich - dichter Nebel verhindert die Sicht nach oben, das Dach ist offen, und wer einmal versucht, die Treppen hinaufzusteigen, kommt nicht mehr zurück. Menschen verschwinden in den Wänden, dann lösen sich die Wände wieder auf, Türen öffnen sich und führen in Korridore, die  im Nichts enden. Leere Wohnungen werden von Malern ständig weiß gestrichen, doch ihre Arbeit wird nie vollendet. Farbe und Pinsel erstarren und mit ihnen die Anstreicher selbst. Es passieren die schauderhaftesten Dinge, Glaser und Dachdecker stürzen ab, Menschen brechen zusammen, die Rettung hat Hocheinsatz. Aber es trifft immer nur Einzelpersonen, für andere geht das Leben seinen normalen Gang weiter, soweit man von einem normalen Gang in einem Haus überhaupt reden kann, das auf einmal Füße bekommt und davon wandert, dann wieder in die Lüfte entschwebt, um in einem tiefen Loch zu versinken. Aber keine Angst, es baut sich alleine wieder auf und alles bleibt beim Alten, bis auf den Haumeister in seinem Graukittel, der manchmal ausgetauscht wird, aber das bemerkt kaum jemand. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt, nur die Zeit spielt manchmal nicht mit. Uhren gehen vor und rückwärts, aus der Vergangenheit tauchen längst verstorbene Personen wieder auf und verschwinden in der geheimnisvollen obersten Etage, während es das Haus immer bunter treibt. Es stellt sich auf den Kopf, verwandelt Hitze in Kälte, aus schwarz wird weiß und umgekehrt. Doch dann kommt das Ende, das Haus bricht endgültig zusammen und begräbt zwei bis dreihundert Menschen unter sich.

Erinnerungen an eine Bombennacht? Die Interpretation drängt sich unwillkürlich auf, bestärkt durch die Widmung der Autorin, die „den Bewohnern des Hauses Heckinghauser Straße 201  - den Lebenden und den Toten“ - gilt.

 

Angelika Pauly versteht es meisterhaft, mit ihren skurrilen Geschichten Spannung aufzubauen, ihre Phantasie kennt keine Grenzen, ist einfach so mitreißend, dass der Leser am Ende bedauert, dass das Haus sein eigenes Grab gefunden hat und damit jede Erinnerung an seine Existenz und an die seiner Bewohner gelöscht wurde.

 

Dr. Dr. Christine Michelfeit

Präsidentin der Gesellschaft der Lyrikfreunde

 

 

 




Rezension Angelika Pauly Trag mich durch die Nacht Lyrik Hierreth Verlag Goldbach ISBN 978-3-941455-25-2 Die schlichte Widmung „ für Kai“, das Titelbild - Rosenblätter, die aus der Hand gleiten - deuten bereits an, dass Angelika Pauly versucht, sich in ihren Gedichten von ihrem Schmerz um ihren verlorenen Sohn zu lösen. Ich seh’ dich durch den Garten gehen so jung und voller Leben schaust dich nicht um und bleibst nicht stehen ich rufe dich vergebens Der erste Teil des Lyrikbandes ist geprägt von Trauer und Schmerz, von Erinnerungen und Sehnsucht, der Suche nach Trost. Pauly durchläuft ihr Leben, ihre „geheime Schatzkamme“, sieht sich noch einmal als „Mutter, jung mit Kinderglück, das Unglück kam erst später“ Doch dann holt sie die Gegenwart, der Alltag wieder ein, der auch humorvolle Seiten hat und so manches „Vergnügliches“ aus ihrer Feder fließen lässt. Der Herbst mit seinen bunten Farben und Früchten inspiriert sie zu malerischen Bildern, farbigen Wortschöpfungen: auf den Kopf ein Früchteteller Äpfel, Birnen und Maronen an den Ohren häng ich Trauben rote, weiße Frucht-Kreolen Keine Spur von Traurigkeit mehr. Pauly, voll Lebensfreude, wird selbst „vom Herbst das Kind“, badet sich in seinen Farben. Heiter und mit Selbstironie schildert sie das Warten des Dichters auf sein Buch oder die Probleme des Mathematikers, der mit seinen Formeln nicht zurechtkommt. Gedichte über Kinder leiten über zu dem Kapitel „Nachdenkliches“ und hier ändert sich auch Paulys Stil, die bisher gereimten Verse lösen sich immer mehr auf - die Gedanken lassen sich nicht mehr einengen und fließen frei dahin, gleiten zurück in die Vergangenheit, in Kindheit, in das kleine Glück von damals: Heimweg, vorbei an einem kleinen Laden, Kinderdurst, Sommerdurst, abgepacktes Eis in der Tüte, der Geschmack von Orange und Zitrone……. weht mit dem Papier die Straße hinunter, bleibt im Graben liegen erhält das kleine Glück über alle Jahre. Im letzten Teil schließt Pauly den über die Zeiten gespannten Bogen, ist wieder am Anfang und bekennt, dass sie einfach schreiben muss, um ihrem toten Kind nahe zu sein, um mit ihm noch einmal reden, lachen und weinen zu können. Und so entstanden diese, mit dem Herzen durchlebten Gedichte, die Zärtlichkeit, Trost und Berührung vermitteln. Worte, die man nicht vergessen kann. Christine Michelfeit



Die Geigerin
Friederike Weichselbaumer
ISBN:978-3-941455-22-1
„Die Geigerin“ ist der erste Roman der bekannten Lyrikerin Friedrike
Weichselbaumer, die neben vielen anderen Auszeichnungen auch in
der Gesellschaft der Lyrikfreunde geehrt wurde, als ihr 2003 für ihr Gedicht
„Ein Wort“ der 3. Platz des Leserpreisbewerbes zuerkannt wurde.
Nun liegt also der erste Roman vor, in dem sie mit sehr viel Einfühlungsvermögen
den Werdegang einer jungen Geigerin nachvollzieht,
beginnend mit der Geburt des kleinen Mädchens, dessen Leben durch
ein violinförmiges Muttermal auf der Hand schon von Anfang an vorherbestimmt
zu sein scheint. Die kleine Klara ist das ganze Glück ihrer
schon vor der Geburt zur Witwe gewordenen Mutter, sie zieht das Kind
in den schweren ersten Nachkriegsjahren mit unendlicher Liebe groß,
die beide auf das innigste verbindet. Nachdem das außergewöhnliche
musikalische Talent des Kindes schon früh entdeckt wird, scheint die
Laufbahn vorgezeichnet, aber das Leben spielt da nicht ganz mit. Eine
schwere Krankheit bremst alle Hoffnungen, der Aufenthalt in einer
Heilanstalt und die damit verbundene Trennung wird auch für die
Mutter eine schwere Belastung. Aber gerade hier, am bisherigen Tiefpunkt
ihres jungen Lebens, tritt für Klara die entscheidende Wende ein.
Ein zufällig anwesender Leiter einer Musikschule in New York hört sie
Geige spielen, erkennt ihr Talent und ermöglicht ihr ein Stipendium in
den USA. Klaras Aufstieg beginnt, sie wird eine ausgezeichnete und
trotz ihrer Jugend bald bekannte Violonistin, die auch in ihrer Beziehung
zu einem Musiker aus dem Volk der Sinti und Roma ihr persönliches
Glück findet.
Klara ist nicht die einzige Hauptperson, auch die Mutter Kerstin spielt
eine große Rolle, immer wieder unterstreicht Weichselbaumer die Liebe, mit der sie ihr Kind begleitet. Und diese Liebe bedeutet ein ständiges
Abschied nehmen, ein Loslassen, ein langsames Erkennen, dass Klara
ihren eigenen Weg gehen muss. Als Trost bleibt ihr die Hoffnung, ihrer
Tochter eine mütterliche Freundin zu werden. Friederike Weichselbaumer,
selbst Mutter von sechs Kindern, weiß, was Mutterliebe bedeutet,
wozu sie fähig ist, und wie schwer es ist , sich mit dem Zurückziehen
abzufinden.
Das Buch ist in einer schlichten, für jedermann verständlichen Sprache
geschrieben, zieht den Leser mit in das Geschehen ein und lässt ihn
teilhaben an der Liebe, die von ihm ausstrahlt.

Christine Michelfeit

 
   
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